Sonate vom Verwandeln


  Im Norden, wo die Dämmerung sich nachtlos wandeln kann. Aus der Tiefe jenes Leuchtens grüßt der fernste Mensch.


  Alternde Engel jenseits der Kulisse: am Klang des Schweigens knistern ihre Mantelschöße kurz bevor im Hagelschlag Gesichter bersten. "Groß wie Tennisbälle", schreibt die Zeitung. Leere eines Straßenabbilds, Schnappschuss übers Lenkrad hin. Das Wie der Frage und das Was des Bilds.


  Dort durchgegangen bis zum bittern Grund und Dir noch fern. Der Schlagbaum vor dem Weg, im Wetternass gequollen, nicht mehr passgenau. Wird das, wenn nichts mehr stimmt, die Wahrheit?


  Bist Du erkannt, so als ob nicht Du es wärst? Die schwarzen Wolken breiten sich dem Licht. Für eine Dauer ohne Zeit färbt es der Regenbogen, der nicht schwindet, sondern sich verbirgt.


  

1998 - 2014 © Ingo Schramm